Viele erfolgreiche und hochsensible Frauen tragen ein stilles Geheimnis mit sich herum: Tief im Inneren fühlen sie sich wie Betrüger. Und keiner darf es bemerken!
Obwohl sie kompetent sind, gute Arbeit leisten und Erfolge vorweisen können, denken sie oft:
- „Ich habe das nicht wirklich verdient.“
- „Irgendwann fliege ich auf.“
- „Die überschätzen mich alle.“
Genau das beschreibt das ImposterSyndrom.
Das ImposterSyndrom sorgt dafür, dass Frauen ihre Erfolge nicht wirklich verinnerlichen können. Statt stolz auf ihre Leistung zu sein, leben sie mit ständigen Selbstzweifeln. Besonders hochsensible Frauen sind davon häufig betroffen.
Warum? Weil sie:
- intensiver wahrnehmen
- stärker analysieren
- emotional tiefer verarbeiten
- sich selbst kritischer bewerten
Dadurch entstehen oft Denkspiralen, die das Selbstvertrauen massiv untergraben. Hier sind 9 typische Gedanken, die viele Menschen mit ImposterSyndrom kennen.
1. „Irgendwann merken alle, dass ich keine Ahnung habe.“
Das ist einer der häufigsten Gedanken beim ImposterSyndrom.
Du glaubst vielleicht:
- nicht kompetent genug zu sein
- nur so zu wirken, als hättest du alles im Griff
- bald „entlarvt“ zu werden
Gerade hochsensible Frauen denken oft sehr intensiv über Fehler oder Wissenslücken nach. Dadurch entsteht schnell das Gefühl, nicht gut genug zu sein – obwohl objektiv längst das Gegenteil bewiesen wurde.
2. „Ich hatte einfach Glück.“
Frauen mit ImposterSyndrom schreiben ihren Erfolg häufig äußeren Faktoren zu.
Zum Beispiel:
- Glück
- Timing
- Zufall
- gute Kontakte
Sie denken:
- „Ich war nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“
- „Das hätte jeder schaffen können.“
- „Das war einfach Glück.“
Dadurch können sie ihren Erfolg innerlich nie wirklich annehmen.
3. „Wenn ich das geschafft habe, kann das jeder.“
Viele hochsensible Frauen unterschätzen ihre Fähigkeiten massiv.
Sie sehen ihre eigenen Stärken oft als „normal“ an und erkennen nicht, dass genau diese Fähigkeiten für andere besonders wertvoll sind.
Deshalb denken sie:
- „Das war doch nichts Besonderes.“
- „Andere könnten das genauso gut.“
- „Ich habe nichts Einzigartiges anzubieten.“
4. „Ich hatte viel Hilfe.“
Natürlich ist Unterstützung wichtig. Doch Frauen mit ImposterSyndrom nutzen jede Hilfe sofort als „Beweis“, dass ihr Erfolg nicht zählt.
Sie denken dann:
- „Das war eigentlich Teamarbeit.“
- „Ohne Hilfe hätte ich das nie geschafft.“
- „Deshalb war es kein echter Erfolg.“
Gerade Frauen mit hoher Empathie stellen andere oft automatisch über sich selbst.
5. „Ich hatte nur die richtigen Kontakte.“
Oft glauben sie ihre Chancen nur wegen Beziehungen bekommen zu haben.
Zum Beispiel:
- durch Empfehlungen
- Networking
- Unterstützung anderer
Doch Kontakte öffnen vielleicht Türen – sie ersetzen keine Kompetenz. Trotzdem denken viele Betroffene:
- „Ohne diese Person wäre ich nie hier.“
- „Eigentlich habe ich mir das nicht selbst verdient.“
6. „Die sagen das nur, um nett zu sein.“
Komplimente fühlen sich für Frauen, die oft viel Verantwortung auf ihren Schultern tragen oft unangenehm an, auch das ist das Ergebnis eines wirksamen ImposterSyndroms. Statt Lob anzunehmen, denken sie:
- „Die meinen das nicht ernst.“
- „Die wollen nur höflich sein.“
- „Die kennen meine Schwächen nicht.“
Dadurch prallt positives Feedback innerlich komplett ab.
7. „Ich darf auf keinen Fall scheitern.“
Das ist oft das stille Mantra einer jeden hochsensiblen Frau und damit setzen sie sich extrem unter Druck.
Sie glauben:
- immer perfekt sein zu müssen
- keine Fehler machen zu dürfen
- ständig mehr leisten zu müssen als andere
Dadurch entsteht oft:
- Perfektionismus
- Überarbeitung
- Dauerstress
- Burnout
Je erfolgreicher sie werden, desto größer wird häufig die Angst zu versagen.
8. „Ich bin mir nicht sicher …“
Auch ein oft gesehenes Phänomen: Frauen mit ImposterSyndrom machen sich oft sprachlich kleiner, als sie sind. Der innere Kritiker ist ihr bester Freund und Feind zugleich.
Zum Beispiel mit Formulierungen wie:
- „Ich glaube irgendwie …“
- „Vielleicht könnte man …“
- „Ich wollte nur kurz fragen …“
Gerade hochsensible Frauen wollen oft vorsichtig, rücksichtsvoll und nicht arrogant wirken. Dabei schwächen sie unbewusst ihre eigene Wirkung.
9. „Ich habe das alles nur improvisiert.“
Selbst wenn etwas hervorragend läuft, reden viele Frauen ihre Leistung klein.
Sie sagen dann:
- „Das war improvisiert.“
- „Das war eigentlich gar nicht so gut.“
- „Ich habe einfach irgendwas gemacht.“
Statt ihre Kompetenz anzuerkennen, suchen sie nach Gründen, warum der Erfolg „nicht wirklich zählt“.
Was du tun kannst
Der wichtigste Schritt ist, diese Gedanken überhaupt zu erkennen. Denn viele dieser inneren Sätze laufen völlig automatisch ab.
Gerade hochsensible Frauen neigen dazu, negative Gedanken besonders intensiv zu verarbeiten und dadurch immer weiter zu verstärken. Doch diese Gedanken sind nicht automatisch die Wahrheit.
Je bewusster du lernst, deine inneren Muster wahrzunehmen, desto leichter wird es, deine Erfolge auch wirklich anzunehmen.
Und genau dort beginnt echtes Selbstvertrauen.




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